Im Jahr 1440 kehrte ein Ritter von seiner Wallfahrt nach Jerusalem heim. Die Legende sagt: Er sah in das Ahrstädtchen Ahrweiler, das ihm wie Jerusalem erschien und in einiger Entfernung einen anmutigen Hügel, der ihm wie Golgotha erschien. Sogar der Abstand zwischen den beiden schien übereinzustimmen. Seine Entdeckung verbreitete sich schnell und so beschloß die Bürgerschaft, die Anhöhe Jesus zu weihen. Schnell wurde der obenstehende Galgen entfernt und eine Kapelle errichtet. Der Andrang von Wallfahrern wurde so groß, daß 1630 auf der Anhöhe ein barockes Franziskanerkloster und später eine neue Kirche erbaut wurden. 1802 wurden die Mönche von den Franzosen vertrieben. 1838 zogen die Ursulinen dort ein. 1897 wurde das Kloster abgerissen und an seiner Stelle ein Neubau im neugotischen Stil errichtet, der heute noch sichtbar ist. Die barocke Kirche blieb erhalten und ist auf Nachfrage an der Klosterpforte zu besichtigen. Der Kreuzweg mit 14 Stationen von 1732 ist ebenfalls erhalten geblieben.
Ahrweiler ist durch einen ovalen Bering mit Türmen und einem Wallgraben befestigt. Es gehörte zur Kurköln. Die um 1248 begonnenen Stadttore sicherten jahrhundertelang die Vormachtstellung Kurkölns im oberen Ahrtal. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt dreimal belagert, erobert und geplündert. 1689 steckte der Sonnenkönig Ludwig XIV Ahrweiler sogar in Brand.
In Ahrweiler steht die Pfarrkirche St. Laurentius, die um 1269 erbaut wurde. Sie ist die älteste Hallenkirche des Rheinlandes.
Inmitten den Grünflächen des Ortes steht ein weißer Turm aus dem späten 13. Jahrhundert. Heute befindet sich darin das Museum der Stadt Bad Neuenahr – Ahrweiler. Im Museum wird die Stadtgeschichte veranschaulicht. Der Ortskern wird durch zahlreiche Fachwerkhäuser geprägt.
Im Restaurant "Zur Alten Post" bereitet der mit zwei Michelinsternen und 19 Gault Millaupunkten ausgezeichnete Koch Hans Stefan Steinheuer mit ortsnah Gejagtem und Gesammelten hervorragende Speisen. Bei der Weinauswahl aus fast 1.000 Weinen kann der Sommelier Thomas Ritter alle Gäste beraten. Die "Poststuben" halten einfachere Varianten der Sterneküche bereit.
Die Römervilla am Silberberg.
Beim Bau der B 267 wurde 1980 eine 598 m2 große Römervilla am Silberberg entdeckt. Die Ausgrabungsstätte wurde mit einer lichten Glas- und Holzkonstruktion überfangen, denn nördlich der Alpen findet sich keine römische Villa, die so gut erhalten geblieben ist.
Die Besucher können sich im Raumgefüge einer großen herrschaftlichen Villa mit Bädern mit Heisswasser, Küchen und Wohnräumen aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts bewegen. Ein riesiges Modell dient der Orientierung. Das Mauerwerk ist bis zu anderthalb Metern hoch und es finden sich noch Mauerreste mit Fresken.